Dämmung und Trockenbau abgeschlossen

Man glaubt gar nicht, wie  ein paar Gipskartonplatten an den Wänden den Innenraum verändern. Inzwischen ist unser Trockenbau abgeschlossen und wir sind fasziniert, wie wohnlicher alles nun aussieht.

Zur Erinnerung – So hat es vorher ausgesehen:
(Die Überreste vom alten Bad hatten wir noch rausgemacht)
Trockenbauwände in der Küche

Jetzt sieht es so aus:
Auf dem Bild ist unsere zukünftige Küche (ehemaliges Badezimmer) zu sehen
Ständerwände mit Gipskartonplatten

Alle Außenwände wurden von Innen mit Steinwolle gedämmt und mit Gipskartonplatten verkleidet. Auch die Decken haben wir abgehängt, so dass unsre Lampen-Kabel gut versteckt sind. Auch die zwei offenen Wände im Bad und im 2.OG wurden verschlossen.

Hier sind einige Bilder von den neuen Decken und Wänden:

HausanderEcke_Dachgeschoss_TrockenbauHausanderEcke_Bad Trockenbau

 

 

 

Zum Thema Dämmung im Fachwerkhaus- Ein paar Worte:

Beim Thema Dämmung und Trockenbau in alten Fachwerkhäusern scheiden sich die Geister. Beinahe jeder Experte hat eine andere Meinung. Die einen sagen, man könne das Haus genauso von Innen dämmen wie jedes andere auch, die anderen behaupten, durch die Dämmung mit Steinwolle würden die Balken und Wände geschädigt. Die Hardliner dämmen nur mit Lehmputz  und ganz speziellem Dämmaterial, so wie hier beschrieben. Das beste Wohnklima hat man mit Sicherheit, wenn man mit Holzfaser-Dämmplatten dämmt. Ansonsten gibt es noch einige andere Dämmverfahren (Zellulose, Styropor), die man wohl auch bei einem alten Haus anwenden kann, bei jeder gibt es bestimmte Dinge zu beachten.

So diskutierten wir also einige Zeit mit unterschiedlichen Experten, von denen jeder eine andere Meinung hatte. Fakt war am Ende: Unser Haus ist nicht freistehend, es hat keine „Wetterseite“. Unser Fachwerk ist weder innen noch außen freigelegt, d.h. es kommt nicht so viel Feuchtigkeit hinein,  wie bei freiliegenden Balken. Die einzigen Innenwände mit freiliegendem Fachwerk gehen Richtung Nachbarhaus. Dazu kommt, dass das Haus allein durch die Lage schon Wärme abbekommt von den Nachbarhäusern. Anfang des Jahres im Winter haben wir schon bemerkt, dass die Räume zu den Nachbarhäusern hin immer ein paar Grad wärmer waren, als die zur Straße.

Jedenfalls haben wir am Ende der Diskussion um die Art der Dämmung einfach unseren Architekten entscheiden lassen, der sich mit der Materie hoffentlich am besten auskennt. Die Innenwände mit den Balken wurden mit Kalkputz verputzt. Dann kamen Ständerwände aus  Metall davor. Darauf wurden dann die Gipskartonplatten verschraubt. Zwischen Ständerwand und Hauswand wurde dann Mineralwolle geklemmt.

Trockenbauwände im Wohnzimmer

Wie geht es weiter?

Die Trockenbau-Arbeiten liefen überraschend ereignislos ab. Den Trockenbau haben wir übrigens nicht selbst gemacht, hier hatten wir mal wieder Unterstützung durch die polnischen Handwerker. Diese waren schnell und effizient wie gewohnt. Sie waren sogar so schnell, dass wir mit dem Ziehen der Kabel ihnen fast nicht hinterhergekommen sind.

Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Nun müssen noch einige Abschlussarbeiten gemacht werden (Türen, Durchgänge,..) . Aktuell warten wir leider immer noch auf unsere neuen Fenster. Diese sollten eigentlich vor dem Trockenbau eingebaut werden, was bei uns aber wegen der Lieferzeit nicht möglich war (Ein Beitrag zu den Fenstern folgt in Kürze)